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PORTOGRUARO UND CONCORDIA

PORTOGRUARO
Stadt der Lauben

Das Faszinierende der Stadt Portogruaro ist ihre Geschichte, gepaart mit der Liebe zur Kunst und zur Eleganz in der Architektur.
Wie ein Großteil der Städte im Venezianischen Hinterland weist Portogruaro beachtliche Reichtümer auf. Sie wurde teilweise auf dem Wasser errichtet, der Fluss Lemene durchkreuzt sie mehrmals und zeigt überraschende und reizvolle Parallelen zum nahen Venedig.
Die mittelalterlichen Spuren offenbaren sich in der Stadtanlage, den Straßenzügen, Stadttoren und -mauern aus dem 13. Jahrhundert. Gotische Villen und Renaissance-Paläste wechseln sich ab und sind Zeugen der Stadtentwicklung: auf dem orografisch rechten Ufer die Behausungen, die Kirche und Burg, auf dem orografisch linken Ufer die Handelsstätte. Die erste Stadturkunde trägt die Jahreszahl 1140. Ab diesem Zeitpunkt wuchs die Bedeutung Portogruaros zusehends: Wer Waren in den Norden bringen wollte, musste durch den Zoll von Portogruaro. Der Handel blühte und die Stadtbewohner begannen mit dem Bau ihrer Renaissance-Paläste und Stadtlauben.
Das Wahrzeichen der Stadt ist das gotische Rathaus, 1265 in Ziegelbauweise errichtet. 1512 kamen die seitlichen Zubauten hinzu. Rechts hinter dem Rathaus befindet sich längs des Flusses eines der beeindruckendsten Ecken der Stadt: Er ermöglicht einen Blick auf die Mühlen und die Fischhandlung.
Im Museo Archeologico Nazionale von Portogruaro sind einige der Funde ausgestellt, die in Concordia Saggitaria ausgegraben wurden. Ein Besuch lohnt sich.

CONCORDIA SAGITTARIA
Archäologische Stätte und Stadt

Das Städtchen liegt an der Kreuzung der Via Annia mit der Via Postumia und wurde so zur römischen Militärkolonie „Julia Concordia“, war aber bereits in der Frühzeit bedeutend gewesen. Aus der Römerzeit stammen Teile der Stadtmauern und des Forums, auch des Theaters und der Thermen und Überreste einer Brücke mit drei Pfeilern, Fortsetzung der wichtigen Annia-Straße.
Weil sie günstig lag, wurde sie bald von Barbaren belagert und überfallen. Die Bewohner flüchteten nach Caorle, und die Stadt verlor ihre ursprüngliche Bedeutung; sie wurde zur Produktionsstätte von Pfeilen (sagitte) und erhielt die Zusatzbezeichnung “Saggitaria”. Zu neuem Glanz führte sie erst der Patriarch von Aquileia im 11. Jahrhundert, als er den Diözese-Sitz dorthin verlegte.
Die Überreste eines paläochristlichen Gebäudekomplexes stellen die ältesten christlichen Zeugnisse im Veneto dar.
Concordia Sagittaria blühte zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert regelrecht auf. Das zeigt sich in den überlieferten Kunstobjekten, in den Einfriedungen von Gräbern, in der Basilica Apostolorum mit ihren Mosaiken, in der Trichora Martyrum, einem Gebäude, das die Reliquien von Heiligen aufbewahren sollte, und auch in der Taufkirche, deren Inneres wunderbare Fresken zieren. Dieses Baptisterium ist ein Prachtstück byzantinischer Kunst. Seine Errichtung wurde von Bischof Regimpoto zwischen 1089 und 1105 angeordnet.
Die Reise in die Vergangenheit wird am besten im Archäologischen Museum beendet. Dieses zeigt römische und paläochristliche Funde und erzählt, zusammen mit dem Museum in Portogruaro, von den großen Ausgrabungsarbeiten des vergangenen Jahrhunderts.